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StärkenNews – Seine Mitarbeiter zu motivieren ist für einen Unternehmer – gerade aus dem Bereich KMU – existenziell wichtig, wenn der Betrieb nachhaltig im Markt bestehen soll. Hier sind einige Gründe, warum:

+ Entlastung des Unternehmers. Erhaltung der Arbeitskraft.
+ Der Kampf um die besten Mitarbeiter hat gerade erst begonnen.
+ Unternehmensweitergabe / Unternehmensverkauf sichern.

Bevor wir uns die vorgenannten Punkte näher anschauen, lassen Sie uns zuerst definieren, was mit der „Motivation der Angestellten“ im Kontext dieses Artikels gemeint ist.

Mitarbeiter motivieren

Damit ist zum Beispiel nicht gemeint, den Kollegen morgens eine Schale frisches Obst hinzustellen, oder beim Jahresendgeschäft einen Klumpen Gold für den besten Umsatzbringer auszuloben. Das wären zwar kurzfristige Motivations-Impulse (wie viele andere ähnliche Ansätze auch), haben aber letztendlich keinen nachhaltigen Effekt.

In diesem Artikel wird „Mitarbeiter motivieren“ gleichgesetzt mit permanenten und konstruktiven Herausforderungen an die Mannschaft. So sind die Mitarbeiter gezwungen, ihre individuellen Stärken in der täglichen Aufgabenerledigung einzusetzen. Parallel bedeutet dies, dass jeder einzelne Mitarbeiter als Individuum erkannt und anerkannt ist. Jeder weiß von sich selbst – und seinen Kollegen – was er kann, und was er nicht kann. Wenn beides in Kombination akzeptiert ist, dann ist konstruktive und effektive Zusammenarbeit auf höchstem Niveau möglich.

Fordern = fördern. Fördern = fordern.

In so einem Umfeld brauchen Sie Ihre Mitarbeiter nicht künstlich zu motivieren. Da entsteht Motivation von ganz alleine.

Siehe hierzu auch den Beitrag: Motivation: Wollen Sie Ihre Mitarbeiter glücklich machen?

Entlastung des Unternehmers. Erhaltung der Arbeitskraft.

In der Regel erledigen die Inhaber von KMU einen maßgeblichen Anteil der täglich anfallenden Arbeit selber. Oft spielen sie dabei im Gesamtportfolio aller Angestellten und Mitarbeiter eine (nahezu) unersetzbare Rolle. Urlaub gönnt sich der Unternehmer nicht … und wenn doch, dann nur ganz kurz, und das Laptop wird natürlich mitgenommen. Krankheiten kann sich der Unternehmer überhaupt nicht erlauben.

Es ist klar, dass dieser Raubbau an den eigenen Ressourcen nicht lange gutgehen kann – und wenn es doch gut geht (zumindest bis jetzt) – hat der ständig überlastete KMU-Unternehmer die Stimmung in seinem Betrieb inzwischen nachhaltig vermiest. Kommt nun doch einmal der Herzinfarkt oder ein Beinbruch, dann gerät das KMU in ernsthafte Bedrängnis. Denn das fehlende Knowhow und Arbeitspensum des Chefs ist nicht von heut auf morgen zu ersetzen. Wohl dem, dem es vorher gelang, seine Mitarbeiter zu motivieren. Wenn der tägliche Arbeitsanfall gleichmäßig auf alle Schultern verteilt ist und wenn das Gesamt-Knowhow in der Mannschaft steckt und nicht nur bei einer einzigen Person. Dann kann der Betrieb auch längere Zeit ohne den Chef überleben. Dann kann der Chef auch mal in den Urlaub fliegen. Dann kann er auf den Golfplatz gehen, um seine Batterien wieder aufzuladen. So bleibt er dem Unternehmen noch lange und effizient erhalten.

Mitarbeiter motivieren - schwere - Aufgaben

Mitarbeiter motivieren indem man Sie vor schwere Aufgaben stellt

Der Kampf um die besten Mitarbeiter

Wir sind uns alle einig, dass ein adäquates Gehalt ein Hygienefaktor ist (Theorie nach Herzberg). Wer mit Peanuts bezahlt, darf sich nicht wundern, wenn er von Affen umgeben ist. Es muss also zumindest ein angemessenes Gehalt sein. Da ist aber für viele KMU auch bereits die Obergrenze erreicht. Richtig fette Gehälter können nur Großkonzerne oder DAX-Unternehmen zahlen. Dumm für diejenigen KMU, die ausgerechnet im Schatten eines solchen Riesen lokal existieren wollen.

Aber es gibt Abhilfe. Fragen Sie sich doch einmal selbst: Wäre für Sie Geld wirklich alles, was zählt oder gibt es da noch mehr, was Sie glücklich machen würde? Wenn Sie zwar viel Geld verdienen würden, Ihre Persönlichkeit und Ihre individuellen Stärken aber nicht wahrgenommen werden, würden Sie schnell abstumpfen und unmotiviert sein. Hier liegt die Chance für KMU-Unternehmer: Mitarbeiter motivieren, indem man ihnen die Chance gibt, sich selbst zu entfalten, sich einzubringen und etwas Bedeutendes zu leisten. Da, wo ICH ich sein kann, da will ich sein! Dann kann auch der scheinbar unterlegene Betrieb den Kampf um die besten Mitarbeiter gewinnen.

Unternehmensweitergabe / Unternehmensverkauf

Gerade KMU sollen oft an die nächste Generation weitergegeben werden oder aber der Erlös aus dem Unternehmensverkauf ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmer-Altersvorsorge. In meiner vergangenen Karriere als Unternehmensverkäufer habe ich jedoch sehr häufig erlebt, dass sowohl das eine und / oder das andere gescheitert ist. Warum? Nun, der ausscheidende Unternehmer hat im Betrieb eine so gewichtige Rolle gespielt, dass dieser ohne ihn schlichtweg nicht mehr funktionieren würde. Parallel mit dem Inhaber verlässt quasi das schlagende Herz das Unternehmen. Wer würde so einen Betrieb schon kaufen bzw. übernehmen wollen? Niemand!

Deswegen ist es bereits jetzt – heute – wichtig, als KMU-Unternehmer seine Mannschaft auf sich und den Betrieb einzuschwören. Der Betrieb muss auch ohne den Chef laufen. Es darf gar nicht auffallen, dass „Der Alte“ nicht im Büro ist. Wenn die Mitarbeiter engagiert, konstruktiv und effektiv an die Arbeit gehen, dann kann ein Unternehmen (irgendwann einmal in der Zukunft) zum besten Preis verkauft werden. Vielleicht hält der Junior Sie dann auch davon zurück und will den Betrieb unbedingt selber übernehmen. Mitarbeiter motivieren heißt in diesem Falle: Den Wert des Betriebes sichern.

Ich wünsche Ihnen motivierte Mitarbeiter und freue mich wie immer auf Ihre Rückmeldungen.

Herzliche Grüße
Carsten Seiffert

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