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Wir – als potenzielle Mitarbeiter – erhalten jeden Tag (zum Beispiel durch den Xing-Robot, sofern wir dort ein Profil haben) neue Jobvorschläge, auf die unser Profil passen könnten. Schauen Sie sich die Stellenausschreibungen manchmal an? Zugegeben, ich tue es. Mich interessiert einfach, was in der Business-Welt da draußen so los ist. Heute ist mir dabei etwas aufgefallen, das ich gerne mit Ihnen teilen möchte.

Fähigkeiten-Mix in der Stellenausschreibung

Ein mittelständisches Unternehmen sucht einen „Geschäftsführer Vertrieb“. In der Profilbeschreibung standen unter anderem diese zwei Anforderungspunkte:

  • Kommunikationsstarke, integrations- und kontaktfreudige Führungspersönlichkeit.
  • Hohe Kompetenz im Bereich Prozessanalyse und Prozessoptimierung.

Natürlich ist es für mich 100%ig nachvollziehbar, dass der Wunschkandidat all diese Stärken bzw. Fähigkeiten mitbringen sollte. Aber ist das wirklich möglich? Wenn wir als Unternehmer nach neuen Mitarbeitern suchen, hoffen wir immer, die „eierlegende Wollmilchsau“ zu finden. Nach meiner Kenntnis handelt es sich dabei aber leider nur um ein Fabelwesen.

Wenn ich – als Aussenstehender – die beiden Profilanforderungen auf zwei unterschiedliche Personen projiziere, dann sehe ich auf der einen Seite einen extrovertierten Vertriebsprofi. Dieser kann andere entzünden, überzeugen und mitreißen. Auf der anderen Seite sehe ich einen introvertierten Analytiker. Der wiederum liebt es Zahlen, Daten und Fakten zu jonglieren.

Frustration beim Mitarbeiter

Unterschiedlicher könnten die beiden Persönlichkeitstypen kaum sein. Da ist es schon fast egal, ob wir die Farbeinteilung, basierend auf Marston und Geier, zu Grunde legen oder die Analyse von Stärken nach Clifton.

Meiner Meinung nach wäre das suchende Unternehmen besser beraten gewesen, wenn es nach einem Vertriebsprofi mit Führungseigenschaften gesucht hätte, der es gleichzeitig versteht, die Dinge zu delegieren, die nicht zu seinem Stärkenprofil gehören. Zu hoffen, zwei Persönlichkeitstypen in ein und denselben Mitarbeiter zu finden, wird früher oder später zu Frustration führen. Beim vermeintlichen Top-Kandidaten, der dann doch nicht in der Lage ist alle Anforderungen zu erfüllen. Oder beim einstellenden Unternehmen, dass geeignetere Kandidaten nicht in Erwägung gezogen hat, weil es die Profilanforderungen falsch definiert hat.

Es würde mich sehr interessieren, wie SIE über dieses Thema denken. Ich freue mich auf Rückmeldungen und Kommentare.

Ich wünsche einen erfolgreichen Tag und sende herzliche Grüße.
Carsten Seiffert

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