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StärkenNews – Kennen Sie das? Manche Dinge muss man tatsächlich selbst erleben, um deren Existenz zu akzeptieren. Hätte man mir die folgende Geschichte erzählt, statt dass ich sie selbst erlebt habe, so hätte ich sie nicht geglaubt. Folgendes ist passiert: Ich befand mich mit dem Inhaber eines mittelständischen Unternehmens im Meeting, um die Inhalte eines geplanten Mitarbeitertrainings zu besprechen. Im Verlauf der Sitzung sagte der Unternehmer mit bitterböser Mine: „… und den Müller müssen sie mal so ordentlich rundmachen. Nehmen sie sich den mal richtig vor. Dem muss ich die Begeisterung permanent mit dem Hammer eintrichtern. Ich bin am Ende meines Lateins angekommen … “ Hm, was meinen Sie, liebe Leser? Wann haben Sie es zum letzten Mal geschafft, mit Hammerschlägen Begeisterung zu erzeugen?

Mitarbeitermotivation ist Hauptaufgabe von Unternehmern

Ist es nicht viel einfacher, Begeisterung durch Begeisterung zu erzeugen? Wie begeistert ist der Unternehmer selbst? Wie sehr freut sich der Unternehmer auf seinen Betrieb, seine Mitarbeiter und seine Kunden? Wir alle kennen den abgedroschenen Spruch: „Man muss selber brennen, um andere anzuzünden!“ Aber mal ehrlich: Es steckt eine ungeheure Wahrheit in diesen Worten. Wie kann der Unternehmer von seinen Mitarbeitern Begeisterung – absolute Motivation und Ambition – verlangen, wenn er selbst missmutig ins Büro kommt? Durch einen Anschiss kann wohl kaum Motivation erzeugt werden, oder?

Der Mitarbeiter tut nicht das, was man sagt, sondern was man selber tut.

Wenn der Inhaber tagein und tagaus übellaunig durch sein Unternehmen schlurft, dann wird er mit keiner Trainingsmaßnahme dieser Welt eine positivere Betriebsatmosphäre schaffen. Früher habe ich am eigenen Leibe gespürt, wie ein Aufatmen durch die ganze Firma ging, wenn es hieß: „Der Alte kommt heute nicht ins Büro.“

Bitter, wenn die Mitarbeiter den Chef lieber von hinten sehen. Was für eine Ressourcen-Verschwendung. Der betreffende Boss sollte sich die Begeisterung lieber selber mit dem Hammer eintrichtern, als ständig auf den Mitarbeitern rumzuhacken. Diese Thematik zieht sich im Übrigen durch alle Unternehmensgrößen. Ein gutes Beispiel ist nachzulesen im Manager-Magazin 10/2015. Unter dem Titel „Frommer Wunsch“ ist dort ein bedrückender Artikel über den Drogerie-Baron Erwin Müller veröffentlicht.

Begeisterung ist ansteckend …

… und weil das so ist, kann jeder Unternehmer schier unmögliche Motivations-Impulse in seinem Umfeld freisetzen. Jeden Morgen sollte sich der Unternehmer erneut fragen: „Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr, die heute von mir ausgeht?“ Die Kernkompetenz eines Unternehmers ist zu begeistern; zu motivieren.

Was ist das Ergebnis daraus? Sie erhöhen nicht nur die betriebliche Effektivität, sondern betreiben ganz automatisch auch Gesundheitsmanagement. Die Performance und die generelle Zufriedenheit im Unternehmen wird sich merklich steigern. Und eines ist mal klar: Motivierte und engagierte Mitarbeiter sichern die Überlebenskraft des Unternehmens. Ganz nebenbei kann der eingangs beschriebene Inhaber den Hammer zukünftig im Werkzeugkasten lassen.

Unter der Seite Stärken Exkurs finden Sie reichlich Anregungen für einen begeisterungserzeugenden Umgang mit Ihren Mitarbeitern. Viel Spaß dabei!!!

Herzliche Grüße
Carsten Seiffert

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