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Stärken-Strategie für Unternehmer!

Eine Artikel-Serie über Stärken & Talente

 

Nach der Definition des weltweit renommierten Gallup-Institutes gibt es insgesamt 34 Stärken, in die sich das menschliche Talent einteilen lässt. Bei jedem Menschen sind die Ausprägungen und Reihenfolge dieser Stärken unterschiedlich. Daraus ergibt sich das ganz individuelle Persönlichkeitsprofil für jeden Menschen.

In #1 und #2 der Artikel-Serie über Stärken haben wir Herrn Dundich und Frau Wiralle kennengelernt. Wir werden im weiteren Verlauf dieser Serie deren Stärken untersuchen und beobachten, wie die beiden mit diesen umgehen. Insbesondere das Zusammenspiel der Top-5 Stärken. Im Guten, wie im Schlechten.

Stärken Herr Dundich

10 Leistungsorientierung
11 Harmoniestreben
12 Behutsamkeit
13 Wiederherstellung
14 positive Einstellung
15 Verantwortungsgefühl
16 Intellekt
17 Kontaktfreudigkeit

Frau Wiralle

Stärken Frau Wiralle

10 Arrangeur
11 Autorität
12 Ideensammler
13 Tatkraft
14 Vorstellungskraft
15 Strategie
16 Zukunftsorientierung
17 Selbstbewusstsein

Primäre Stärken

Die primären Stärken sind die ersten 8 bis 10 Stärken. Diese haben einen signifikanten Einfluss darauf, wie wir bewerten, priorisieren, Arbeiten angehen, Beziehungen leben oder mit Fehlschlägen umgehen. Kurz gesagt, die primären Stärken beeinflussen:

  • Die Muster für Entscheidungsfindungen.
  • Wie Sprache benutzt wird.
  • Die Erwartungen, die wir an uns und andere haben.
  • Die eigenen Werte.
  • Das Beste, was wir einbringen können.
  • Die stärksten Bedürfnisse und die Dinge, die uns in Frustration und toxisches Verhalten stolpern lassen.

Sekundäre Stärken

Die sekundären Stärken sind weniger stark ausgeprägt, als die primären Stärken. Aber sie haben einen ebenso großen Einfluss darauf, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Die sekundären Stärken bestehen in der Regel aus denen, die an Stelle 8 bis 17 rangieren. Diese Stärken stehen uns zur Verfügung, sie beeinflussen uns, aber sie sind nicht permanent vor unserer Nase. Im Grunde genommen so lange nicht, bis besondere Umstände es verlangen, dass wir diese Stärken einsetzen.

Stärken können Frustration auslösen?

Ja! Dies ist wichtig zu verstehen.

Wenn Sie zum Beispiel die Stärke Verantwortungsgefühl haben und Sie schaffen es nicht, etwas umzusetzen, wie Sie es sich vorgenommen haben, werden Sie sich über sich selber ärgern – mehr, als es andere Menschen in genau der gleichen Situation tun würden.

Wenn Sie zum Beispiel die Stärke Strategie haben und Sie können keine klare Lösung zu einem aktuellen Problem erkennen, werden Sie frustriert sein; mehr, als es andere Menschen sein würden, die in der gleichen Situation stecken, aber ein anderes Stärkenprofil mitbringen. Noch einmal (und ich weiß, es klingt absurd), die Stärken sind der Übeltäter. Dies zu wissen kann Ihnen helfen, Ihre Denkweise und Erwartungen an sich selbst und andere zu überarbeiten.

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Stärken ohne Zugang

Es ist wichtig zu beachten, dass es Stärken gibt, zu denen wir quasi keinen Zugang haben. Diese Stärken – und deren Sichtweisen – sind uns fremd. Dies sind unsere Bereiche der Nicht-Stärke und tatsächlich ein Ursprung von Schwäche. Wir müssen uns bewusst werden, dass wir sprichwörtlich blind sind, für circa 50% aller möglichen Blickwinkel; auch wenn wir selbst grundsätzlich anderer Annahme sind (Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung klaffen ja oft weit auseinander). Was wir durch unsere persönliche Stärken-Perspektive wahrnehmen, ist tatsächlich nur ein Bruchteil der zur Verfügung stehenden Perspektiven.

Warum ist es wichtig, dass wir diesen Bereich des Nicht-Erkennens verstehen? Nun, wenn wir einen Wagen fahren und dabei den Schulterblick ignorieren, dann können wir unbewusst einen Unfall verursachen oder andere verletzen. Dasselbe trifft zu, auf den Bereich des Nicht-Erkennens in Bezug auf unsere Stärken. Wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, oder so agieren, als wäre dieser Bereich nicht da, dann können wir ungewollt über jemanden „hinwegfahren“ oder großen Schaden verursachen.