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StärkenNews – Unbequeme Tatsachen erledigen sich nicht von selbst, nur weil man sie beharrlich ignoriert. Am Ende des aktiven Unternehmerlebens MUSS z.B. irgendwas mit der Firma geschehen. Da beißt die Maus keinen Faden ab! Die Fragen sind doch nur: Was? Und: Wie hat sich der Unternehmer darauf vorbereitet?

Hier kommen 3 personelle Erfordernisse, die der Unternehmer unbedingt – zum Beispiel mit einer Stärkenstrategie – umgesetzt haben sollte.

Was, wenn keiner den Betrieb haben will?

Insbesondere derjenige Unternehmer im „besten Alter“ macht sich sträflich keine Gedanken, was später mal mit dem Betrieb passieren soll … dann, wenn er selber nicht mehr arbeiten kann oder will. Es soll ja durchaus Unternehmer geben, die dem Herzinfarkt entkommen sind und den wohlverdienten Ruhestand antreten wollen. Dann ist es ja oft sogar so, dass der Unternehmenswert einen erheblichen Anteil der kalkulierten Altersvorsorge ausmacht. Was aber, wenn niemand den Betrieb haben will? Weder Kind noch Prokurist oder externer Käufer? Wenn der Unternehmer nicht schon bei Firmengründung an die zukünftige Unternehmensübergabe denkt, ist die Chance groß, dass der Betrieb an ihm kleben bleibt, wie ein alter Kaugummi. Und dann?

3 personelle Erfordernisse

Nachfolgend erfahren sie drei Wege, wie Sie Ihren Betrieb garantiert unübertragbar machen. Dabei schauen wir nicht auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen, sondern ausschließlich auf personelle Erfordernisse. Selbst wenn das Unternehmen zahlen-technisch 1a dasteht, werden diese 3 Gründe eine erfolgreiche Abgabe massiv beeinträchtigen:

  • Der Unternehmer selber spielt eine übermächtige Rolle in der alltäglichen Arbeitserledigung.
  • Es gibt keine funktionierende zweite Führungsebene.
  • Die Mitarbeiter sind unmotiviert und die Personalkosten damit nicht effizient investiert.

Aus meiner Erfahrungskombination aus Unternehmensverkäufer und Business Coach kann ich folgende Tipps wiedergeben:

Der Unternehmer muss sich entbehrlich machen

Wenn der Unternehmer alles besser weiß, das wichtigste Knowhow auf sich vereint und das größte Arbeitstier im Betrieb ist, schadet er sich selbst und auch der Firma. Wie soll denn irgendjemand an der Übernahme des Betriebs interessiert sein, wenn nach Ausscheiden des ursprünglichen Inhabers das schlagende Herz der Organisation verschwunden ist? Was bleibt, ist eine kopflose Mannschaft ohne Ahnung. Mal abgesehen davon, dass der Boss bis dahin wegschmilzt, wie eine Kerze mit brennendem Docht an jedem Ende. Der Unternehmer ist gut beraten, wenn das Knowhow breit gefächert ist und auch nach seinem Ausscheiden erhalten bleibt. Das steigert den Unternehmenswert und der Chef kann auch mal ganz gemütlich eine Auszeit nehmen, ohne dass es gleich Chaos im Gekröse gibt.

Den eigenen Führungskräften vertrauen

Wie viele maßgebliche Managementaufgaben kann ein Unternehmer wirklich noch effektiv übernehmen, der sich täglich in die kleinsten Befindlichkeiten des Betriebes einmischt oder hereinziehen lässt? Ein Unternehmer hat zu managen. Basta! Für die operativen Aufgaben hat er sich brauchbare Führungskräfte zu entwickeln. Dabei achtet er am besten darauf, dass die Führungskräfte optimal gemäß deren individuellen Stärken-Portfolios eingesetzt sind und darauf, dass die Führungskräfte diese Stärkenstrategie auch in ihre geführten Teams weitertragen. So entstehen:

+ nachhaltige Motivation,
+ konstruktives Delegieren,
+ offene Kommunikation und eine
+ wertschätzende Zusammenarbeit.

Mitarbeiter motivieren durch Stärken-gerechtes Fordern

Der Mitarbeiter bringt dann sein gesamtes Engagement im Arbeitsplatz ein, wenn er tagtäglich seine Stärken einbringen kann. Wenn der Mitarbeiter Talent-gerecht eingesetzt ist, dann macht ihm die Arbeit Freude, er ist bereit die extra Meile zu gehen und ist seltener krank. Die Unternehmung, der Chef, die Kollegen und die Kunden werden die positive Veränderung durch die Umsetzung der Stärkenstrategie bemerken.

Schon bei Firmengründung auf Stärkenstrategie setzen

Wenn der Unternehmer schon bei Firmengründung darauf achtet, dass die Mitarbeiter optimal eingesetzt sind und der Betriebsablauf im Großteil auch ohne den Chef funktioniert, dann ist eine Unternehmensübergabe in ferner Zukunft möglich. Dieses Ziel erreicht er zum Beispiel durch die konsequente Einführung und Umsetzung einer Stärkenstrategie. Wenn jeder Mensch im Betrieb tagtäglich das tut, was er am besten kann, dann sind sämtliche Ressourcen effektiv eingesetzt. Dann kann der Chef auch mal Urlaub machen und findet beim angestrebten Ruhestand auch einen willigen Nachfolger. Und allen Lesern, die jetzt glauben: „ Och, diesen Stärken-Krimskrams setzte ich um, kurz bevor ich in Rente gehen will“, dem sei erwidert: „Dann ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen!“

Beste Grüße
Carsten Seiffert

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